
| 04.09.2010::Druckversion Sie befinden sich hier: Sicherheit / |
|||||||||||||
Der Schornsteinfeger und die SicherheitDas Schornsteinfegerwesen und die Sicherheit Aus Verlautbarungen, Webseiten und Veröffentlichungen der Schornsteinfeger wären in Deutschland Hunderte, ja gar Tausende von Toten und unvorstellbare Brände jährlich zu erwarten, wenn es in deren Augen das angeblich segensreiche Handwerk des Schornsteinfegers und den staatlichen Zwang zu seinem Dasein nicht gäbe. Ein wahre Schreckensvision wird propagiert und bedauerliche Einzelfälle mit allen Mitteln der Kommunikation hochgespielt. Mit unverfrorener Lügenpropaganda wird mit Horrorzahlen an Kohlenmonoxid-Unglücksfällen Desinformation gestreut und zum Vorteil des eigenen Geldbeutels der Bevölkerung Angst eingejagt. Doch wir leben nicht mehr im Mittelalter ,sondern in einem hochidustrialisierten Land der Neuzeit mit modernen Heizungsanlagen und einer gut ausgebildeten Bevölkerung, die Risiken abschätzen weiss und Verantwortung tragen kann, - wenn man es ihnen nur erlauben würde. Folgt man der Argumentation der Schornsteinfeger, so müßte es auch den "Bezirkselektromeister" und den staatlichen Zwang zur Steckdosen- und Verteilerkontrolle geben. Elektrische Anlagen sind mindestens genauso risikobehaftet für Leib, Leben und Eigentum des Bürgers wie moderne Heizungsanlagen. Vermutlich gibt es das mittelalterlich Relikt "Schornsteinfeger" deshalb, da es beim Schornsteinfeger schon immer so gemacht wurde und es sich von der Angst der Menschen bestens leben läßt. Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es im Leben nicht, d.h. ein Restrisko, daß etwas passiert ist immer vorhanden. Sie kann nur mit geeigneten Mitteln minimiert werden aber je geringer das Restrisiko ist, umso höher werden Aufwand und Kosten. Und bei einer Konzentration auf minimale Restrisiken fehlt dann meist das Geld für die Verminderung von ungleich höherer Lebensrisiken. Die Sicherheits- und Mängelstatistiken der Schornsteinfeger sind keineswegs neutral. Zunächst ist festzuhalten, dass die Statistiken der Schornsteinfeger von den Schornsteinfegern selbst definiert und erfasst werden. Sie sind also keineswegs "neutral". In der Statistik werden bereits "empfohlene Reinigungen" als Mängel aufgeführt. Wir mussten erleben, dass bereits ein Spinnennetz im Schornstein und abblätternde Wandfarbe am Einführungsstutzen des Rauchrohrs als "Mangel" in die Statistik einging. Wieviele Mängel wirklich so gravierend sind, dass von ihnen eine reale Gefahr ausgeht, ist aus den Statistiken nicht abzulesen. Man findet nutzlose Aussagen wie "An 468 verschiedenen Feuerungsanlagen sind 526 Mängel festgestellt worden". Nutzlos deshalb, da Angaben wie wieviele Anlagen wirklich geprüft und welche Mängel wirklich besorgniserregend waren meist nicht verraten werden. Aber unsere Politiker in ihrer wirtschaftlichen und technischen Unbedarftheit sehen schon bei der Erwähnung des Namens "Neutrale Mängelstatistik der Schornsteinfeger" die Republik in Flammen und Kohlenmonoxidschwaden untergehen. Die wenigen Wartungsverträge Die Schornsteinfeger sagen, dass man prüfen und kehren müsse, da es zu wenig Wartungsverträge gäbe. Aber sind die Schornsteinfeger mit ihrer ungebremsten Messwut nicht selbst ein Teil dieses Problems? Viele Leute halten es eben wie mit ihren Autos beim TÜV. Warum soll man eine Wartung durchführen oder sein Auto auf Mängel überprüfen lassen, wenn es ohnhin der TÜV ein zweitesmal erledigt. Man spart eben Geld, wenn nicht doppelt gemoppelt wird. Der Schornsteinfeger selbst ist ein Sicherheitsproblem Der Schornsteinfeger schafft ungerechtfertigterweise ein gutes Gewissen und gaukelt vielen Leuten eine falsche Sicherheit vor. Nicht zuletzt durch den unglückseligen Spruch vom glücksbringenden Schornsteinfeger. Damit wird die eigene Vorsicht im Umgang mit Feuerungsanlagen regelrecht untergraben. Der Feger kommt nur einmal im Jahr und was an den restlichen Tagen des Jahres passiert oder wenn tags darauf die dumme Katze in den Schornstein fällt, interessiert niemanden. Die eigene Vorsicht im Umgang mit Feuerungsanlagen ist allemal besser als das Vertrauen auf den teuren Kaminpolizisten. Mit der konsequenten Anwendung technischer Sicherheitseinrichtungen kann eine größere Sicherheit erreicht werden, als es jemals im deutschen Schornsteinfeger-Polizeistaat der Fall sein wird. Im Ausland gibt es preiswerte und zuverlässige Gas-Kohlenmonoxid- und Abgasüberwachungseinrichtungen, die im Fehlerfalle die Heizungsanlage außer Betrieb nehmen und auf Wunsch automatisch den Wartungsdienst rufen. Deutschland ist auf diesem Gebiet das reinste Entwicklungsland. Wozu auch mehr Sicherheit? Wir haben ja den Schornsteinfeger. Einsparungen im Schornsteinfegerwesen zur Bekämpfung wirklicher Lebensrisiken Es gibt Risiken, die um Zehnerpotenzen größer sind, als das Risiko durch eine defekte Heizungsanlage Schaden zu nehmen oder gar das Leben zu verlieren. Dazu ein Beispiel: Die Infektionsgefahr im Krankenhaus ist ein derartiges Risiko. Fachleute wie der Hygienespezialist Prof. Franz Daschner vom Universitätsklinikum Freiburg schätzen, dass jeder 6. Patient im Krankenhaus Opfer einer krankenhausbedingten Infektion wird. Genaue Zahlen sind nicht bekannt, aber man schätzt dass es dadurch im Deutschland jährlich zu Hunderten von Todesfällen kommt. Das deutsche Schornsteinfegerwesen kostet mehr als zwei Milliarden Euro pro Jahr. Geld, das für andere Sicherheitsmassnahmen nicht mehr zur Verfügung steht. Andrerseits fehlt für Massnahmen zur Bekämpfung des Infektionsrisikos in Krankenhäusern das Geld. Eine Verminderung der übertriebenen Mess- und Überwachungsmassnahmen der Schornsteinfeger auf die Hälfte, würde wohl kaum die Feuer- und Umweltsicherheit beeinträchtigen aber Einsparungen von mehr als einer Milliarde Euro erbringen. Könnte man dieses Geld zur Verminderung von Infektionsfällen im Krankenhaus einsetzen, so könnten Hunderte von Patienten gerettet werden.
|
Heizung sendet SMS an den InstallateurModerne Technik macht den Schornsteinfeger überflüssig. Wenn die Heizungsanlage einmal streikt, ist rasche Hilfe möglich. Ein neuartiges Überwachungssystem von Vaillant sorgt für Sicherheit und Comfort. Der schnellste Weg von der Heizung zum Installateur führt über den Daten-Highway. Wenn Störungen auftreten schickt ein Internet-Kommunikationssystem den Heizungs-Fachmann automatisch eine Nachricht - per Email, SMS oder FAx. Dieses System wird einerseits mit der Heizungsanlage und andrerseits per analoger Telefonleitung oder GSM-Modem über das Mobilfunknetz mit dem Internet verbunden. Über ein Hochsicherheitsportal im Internet kann der Installateur von seinem Schreibtisch aus auf die Heizungsanlage zugreifen und eine Feinabstimmung nach einer Neuinstallation vornehmen, Anlagedaten ablesen oder die Heizkurve anpassen. Fehlermeldungen können mit HIlfe eines animierten Bildes auf seinem PC analysiert werden.
|
||||||||||||